Suhr hat seine Aufgaben gut gemacht

Suhr hat seine Aufgaben gut gemacht, hat sich stark in die bisherigen Diskussionen eingebracht und die Umsetzungsvorschläge mitgeprägt. In allen Diskussionen um eine allfällige Fusion in den vergangenen Jahren stand immer im Vordergrund, dass wir diese Diskussion aus einer Position der Stärke führen möchten, dass wir nicht Bittsteller aus Schwäche sein wollen.

 

Das ist nun der Fall und genau dies macht es nun anspruchsvoll: Wer zwei taugliche Optionen hat, muss sich entscheiden. Unserer Meinung nach soll der Weg gewählt werden, der längerfristig die besseren Aussichten bietet, für unsere Zukunft, für die Zukunft unserer Kinder.

Die Fusionsanalyse ist klar positiv zu werten

Suhr hat wichtige Impulse ein- und durchgebracht, so die dauerhaften Wahlkreise mit Suhr als eigenem Wahlkreis, eine Stadtteilförderung anknüpfend an die guten Erfahrungen der Quartierentwicklung und Verwaltungs- und Schulstandorte in allen bisherigen Gemeinden.

Mehr Gestaltungsspielraum dank besseren finanziellen Möglichkeiten

Nicht zuletzt zeigt sich schon in einer ersten Phase ein klarer finanzieller Vorteil mit der Reduktion des Steuerfusses auf 97 Prozent; heute haben wir in Suhr 108 Prozent. Suhr kommt zu einem Vermögen statt der heutigen Schulden: Und die neue Stadt hat anders als Suhr heute einen durchschnittlichen Steuerertrag pro Einwohner von deutlich über dem kantonalen Mittel. Damit erhalten wir einen klar grösseren finanziellen Spielraum und die Chance, das Gemeindeleben stärker zu gestalten.

 

Diese Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Auch wenn viele langjährigen Einwohnerinnen und Einwohner zögern, Parteien und Behörden sich schwer tun damit etwas aufzugeben, was sich in der Vergangenheit durchaus auch bewährt hat. Der wehmütige Blick ist nachvollziehbar, doch längerfristig bietet das Zusammengehen mit den anderen vier Gemeinden zu einer neuen Stadt die klar besseren Entwicklungschancen für alle.

Vielfältige Identität

Mit Gemeindezusammenschlüssen verlieren wir unsere Identität nicht. Wir sind schon heute an vielfältige Identitäten gebunden: im familiären Netz, im eigenen Quartier und Dorf, in der Region mit Aarau als Zentrum, im Arbeitsumfeld, im digitalen Chat, der

lokalen Lesegruppe oder dem regionalen Sportverein. Jung und Alt sind schon lange physisch wie geistig mobil und spielen mit diesen verschiedenen Identitäten. Dies wird sich auch in anderen politischen Strukturen nicht ändern.

Auf lange Frist denken

Langfristiges und regionales Denken ist anspruchsvoll. Die Vergangenheit zeigt: Es kam schon öfters anders, als gedacht. Trotzdem braucht es langfristiges Denken über die nächsten Wahlen hinaus. Gerade in Bezug auf Investitionen und Finanzen ist vorausschauende Planung zentral. Politisches Denken entlang und innerhalb der Gemeindegrenzen ist oft zu kurzlebig und auf den eigenen oder auf den Vorteil der eigenen Gruppe oder Gemeinde ausgerichtet. Das grössere Ganze kann nur dann richtig in den Blick genommen werden, wenn die politischen Strukturen dafür gegeben sind.

Regional planen

Heute machen Bau- und Nutzungs-ordnungen oder die Verkehrsplanung an Gemeindegrenzen halt. Zwar ist man sich einig, dass Planung regional funktionieren muss. Doch ist die Koordination aufwändig und oft wenig wirkungsvoll und die beschlossenen Massnahmen werden dann in den Gemeiden unverbindlich umgesetzt. Gleichzeitig verfügen die Regional-planungsgruppen nur über sehr beschränkte demokratische Rechte. Insgesamt landen so regionale Interesse oft zwischen Stuhl und Bank und die Potenziale bleiben ungenutzt. Die Region braucht langfristiges Denken und muss sich gemeinsam darüber klar werden, wohin sie will.

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